D-Lokus

Dilution (Verdünnung)

Hervorgerufen durch eine Mutation am D-Lokus treten in einigen Hunderassen Tiere mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe auf. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv, d.h. die Farbverdünnung entsteht nur wenn das mutierte Allel homozygot vorliegt. Unter dem Einfluss des defekten Gens kommt es sowohl zur Verdünnung von Eumelanin (schwarz/braun) als auch von Phäomelenin (rot/gelb) gefärbtem Fell.
In den verschiedenen Hunderassen wird die resultierende Fellfärbung unterschiedlich benannt (blau, silber, grau,…).

(Quelle: www.laboklin.de)

 

Anmerkung zum Thema “Dilution” in eigener Sache: 

Farbe – der modische Trend

Natürlich gehen auch an den Jack Russell Terriern die modischen Trends nicht vorbei. Leider. So werden mittlerweile immer mehr Russell Terrier mit besonders außergewöhnlichen Fellfarben wie zum Beispiel mit grau, grau-blauen oder lemon-farbigen Abzeichen angeboten, sogar Russell Terrier mit Merlezeichnung sind keine Seltenheit mehr. Aber: In keinem Zuchtverband sind diese exklusiven Sonderfarben zulässig. Im Gegenteil. Verantwortungsvolle Züchter führen eine Reihe von Gentests durch, um genau diese Besonderheiten zu vermeiden. Es handelt sich hierbei schlichtweg um unerwünschte Farbmutationen.

Diese Farbmutation, bei der das Dilution-Gen (Englisch: to dilute = verdünnen) eingekreuzt wird, bedeutet, dass sich die eigentliche Farbe aufhellt. Zum Beispiel wird grau oder grau-blau aus dem eigentlichen schwarz.
Aber Vorsicht: Diese oftmals als sehr exklusive Sonderfarbe dargestellte Farbmutation beinhaltet für die betroffenen Hunde in vielen Fällen ebenso exklusive Nebenwirkungen und diverse gesundheitliche Einschränkungen, die ein unbeschwertes Leben nur bedingt zulassen. Mögliche Krankheitssymptome sind Immunschwäche (dadurch sehr hohe Empfindlichkeit für diverse Infektionskrankheiten), Leber- und/oder Nierenversagen, Magen-Darm-Empfindlichkeiten (dadurch gegebenenfalls dauerhaft notwendige Ernährungsumstellung), Fellverlust, (Farbmutantenalopezie), Hautekzeme, schlecht verheilende Wunden und Allergien. Ebenso kann es sein, dass durch permanenten Juckreiz noch weitere unerwünschte Verhaltensmerkmale beim Hund auftreten, wie zum Beispiel dauerhafte Nervosität, Unzufriedenheit, Hyperaktivität und allgemeine Konzentrationsschwierigkeiten. Leider werden diese gesundheitlichen Einschränkungen nur selten auf die exklusiven Sonderfarben zurückgeführt.

Bei vielen Rassen ist übrigens mittlerweile die Verpaarung von Hunden, die Dilute-Träger sind, durch die Zuchtverbände strikt verboten, da hierbei im tierschutzrechtlichen Sinne Qualzucht betrieben würde (Verbot nach § 11 Tierschutzgesetz). Ebenso besteht oftmals ein Ausstellungsverbot für diese Hunde. Das alles sind erste Schritte in die richtige Richtung, um auch die Nachfrage nach diesen exklusiven Sonderfarben dauerhaft auszubremsen.

An dieser Stelle können wir nur eindringlich dazu aufrufen, den Wunsch nach diesen „ganz besonderen“ Farbschlägen zu überdenken. Vertrauen Sie als zukünftiger Welpenkäufer den verantwortungsvollen Züchtern, die die Gesundheit der Tiere vor das optische farbliche Erscheinungsbild stellen.

So auch bei uns. Unsere Hunde lassen wir bewusst vor dem Zuchteinsatz auf Dilution testen. 

>>> zurück <<<